Der Tod in Venedig

Mediennummer 4650001

Der sich in einer persönlichen wie künstlerischen Krise befindende Komponist Gustav von Aschenbach begibt sich zu einem Urlaub nach Venedig. Ein Dampfschiff gleitet im Morgengrauen in die Lagune der Stadt, während das überirdische Adagietto aus Mahlers 5. Sinfonie zu hören ist. Auf dem Deck sitzt der Komponist, in seinen Mantel geschlossen und mit einem Schal vor der Kälte geschützt, und blickt in die Weite.
Während er in der Hotelhalle auf das Abendessen wartet, fällt ihm eine Gruppe polnischer Jugendlicher auf, die von einer Gouvernante begleitet wird. Wie gebannt bleibt sein Blick auf dem schönen Knaben Tadzio hängen, der, mit einem englischen Matrosenkostüm bekleidet, gedankenverloren in den Raum schaut. Von diesem Bild ausgehend, gleiten Aschenbachs Gedanken zurück zu einem Gespräch mit dem Freund Alfried, einem Dirigenten, der einige seiner Werke aufgeführt hatte.
Einige Tage später betrachtet Aschenbach von einem Strandkorb aus Tadzio mit anderen Kindern im Sand spielen und wird bei dem Anblick zu Teilen einer Komposition inspiriert.
Im weiteren Verlauf gelingt es dem Komponisten nicht, seine Gefühle für den Knaben platonisch zu meistern und weiter für sein Schaffen zu nutzen. Ohne jemals mit Tadzio zu sprechen, entwickelt er eine Obsession und verfolgt ihn und seine Familie heimlich durch die Stadt. Ein Versuch, seinen Gefühlen zu entkommen und die Stadt, in der die Cholera ausbricht, zu verlassen, scheitert. Immer mehr verliert sich der ältere Mann in den Gefühlen für den Jüngeren und seinen Tagträumen.

Originaltitel:
Morte a Venezia

Sprache(n): 
deutsch / englisch

FSK/USK: 
Freigegeben ab 12 Jahren

Drehbuch: 
Luchino Visconti / Nicola Badalucco

Produktion/Produzent: 
Luchino Visconti

Regie:
Luchino Visconti

Darsteller:
Dirk Bogarde: Gustav von Aschenbach
Björn Andrésen: Tadzio
Silvana Mangano: Tadzios Mutter
Marisa Berenson: Frau von Aschenbach
Romolo Valli: Hoteldirektor

Kamera:
Pasqualino De Santis

Schnitt:
Ruggero Mastroianni

Musik:
Gustav Mahler

Auszeichnungen:
Nominierung Oscar (Academy Award of Merit) 1972: Bestes Kostüm Design
BAFTA Awards (British Academy of Film and Television Arts) 1971: Beste Ausstattung, Beste Kamera, Bestes Kostüm, Beste Tonmischung, Bester Schauspieler, Beste Regie, Bester Film.

Die didaktischen Schwerpunkte:

  • Literaturverfilmung
  • Novelle
  • Vergleich filmische Gestaltung - literarische Vorlage
  • Vergleich Drehbuch - filmische Umsetzung

Die filmischen Gestaltungsmittel:

  • Filmmusik (5. Symphonie von Mahler)
  • Die Parallelmontage
  • Kameraführung (Innen- /Außenaufnahmen)
  • Dialog-Rückblenden
  • Sanduhr-Metapher (ablaufende Zeit)