Der Zug des Lebens

Mediennummer 4650001

Im Jahr 1941 erfahren die Einwohner eines osteuropäischen Schtetls von den Deportationen der Juden in Konzentrationslager. Der „Rat der Weisen“ tagt, kann sich jedoch zu keiner Lösung durchringen, bis dem Dorftrottel Schlomo die aberwitzige aber rettende Idee kommt: Ein falscher Deportationszug. Der Rat der Weisen benennt diejenigen, die als deutsche Wehrmachtssoldaten verkleidet die anderen Dorfbewohner mit der Eisenbahn zu „deportieren“ haben, doch soll der Zug nach Osten fahren, um über die Sowjetunion die Flucht nach Palästina zu ermöglichen. Alte Waggons und eine nahezu schrottreife Dampflokomotive werden angekauft und generalüberholt, der Holzhändler Mordechai Schwarz zum Major ernannt, Uniformen werden geschneidert, der Cousin des Rabbis reist aus der Schweiz an, um den vorgeblichen Deutschen ein vorbildliches Deutsch beizubringen, Papiere und Ausweise werden gefälscht und ein Archivar der Eisenbahngesellschaft als Lokomotivführer engagiert. Da das Schtetl etwas außerhalb der eigentlichen Gemeinde liegt, bleiben die Vorbereitungen zunächst unbemerkt. Als einige Kinder von der Zugfahrt plaudern, erscheint der beunruhigte Bürgermeister, kann jedoch durch den Rabbi beschwichtigt werden. Die Zeit drängt nun, noch in derselben Nacht beginnt die Reise ins Ungewisse.

Originaltitel:
Train de vie

Sprache(n): 
deutsch / französisch

FSK/USK: 
BJF: ab 6 Jahren, FSK: 6.

Drehbuch: 
Radu Mihaileanuf

Produktion/Produzent: 
Marc Baschet, Ludi Boeken, Frédérique Dumas-Zajdela, Eric Dussart, Cédomir Kolar

Regie:
Radu Mihaileanuf

Darsteller:
Lionel Abelanski - Schlomo / Rufus - Mordechai

Clément Harari - Rabbi / Michel Muller - Yossi

Bruno Abraham-Kremer - Yankele

Agathe de La Fontaine - Esther

Johan Leysen - Schmecht / Marie-José Nat - Sura

Kamera:
Yorgos Arvanitis, Laurent Dailland

Schnitt:
Monique Rysselinck

Musik:
Goran Bregovic

Auszeichnungen:
Nachdem der Film 1998 den Publikumspreis auf dem Cottbuser Festival des osteuropäischen Film und 1999 den Publikumspreis beim Sundance Film Festival gewann, wurde er 1998 durch den Preis für das beste Debüt bei den Filmfestspielen Venedig 1998 und 2000 als bester ausländischer Film bei den Las Vegas Film Critics Society Awards ausgezeichnet.

Die didaktischen Schwerpunkte:

  • Tragikomödie
  • 2. Weltkrieg / Deportation
  • Holocaust  / Shoah

Die filmischen Gestaltungsmittel:

  • Filmklammer
  • Filmmusik
  • fiktive Wirklichkeit